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Ulrich Tengler

Heidenheim 1447 - 1511


Ulrich Tengler wird zwischen 1435 und 1445 in Heidenheim geboren. In seiner Jugend widmet er sich humanistischen Studien, vermutlich studiert er auch Rechtswissenschaften.
1479 erhält er in der Reichsstadt Nördlingen eine Anstellung als Oberrathsschreiber. Obwohl sein Vertrag 1483 auf Lebenszeit verlängert wird, legt er sein Amt nieder. 1485 ist er als Rentmeister in Heidenheim (bei Brenz) tätig.
Einige Zeit später wird ihm die Landvogtei Höchstädt zugewiesen, die 1505 als Teil des Herzogtums Pfalz-Neuburg an die Kurpfälzer fällt. Er steht in Verbindung zu dem Ingolstädter Gelehrten Jacob Locher. Während seiner Zeit als Landvogt verfasst Ulrich Tengler den "Layenspiegel". Ein Werk, das vor allem den Halbgelehrten, die ohne kostspielige Vorbildung als Schreiber, Advokaten, Prokuratoren, Notare oder Redner bei Gericht tätig sind, zur theoretischen und praktischen Unterstützung dienen soll.
Ulrich Tengler schickt sein Manuskript an Sebastian Brant nach Straßburg, der das Buch herausgibt und eine Vorrede verfasst. Als Quellen dienen Tengler vor allem das Werk "Speculum judicale" von Durantis, der "Schwabenspiegel", aber auch Aristoteles, die Bibel und Quellen des gemeinenen Rechts.
Da der "Layenspiegel" mit jeweils einem Teil zu Privatrecht, Strafrecht und öffentlichen Recht alle relevanten Rechtsschriften auf allgemeine Weise zusammenfasst, wird er bald neben dem Titel "Der Richterlich Clagspiegel" von Sebastian Brant zum maßgebenden Titel der Rechtswissenschaften.
Es erscheinen während des 16. Jahrhunderts vierzehn Auflagen. Nach dem Tod Ulrich Tenglers, im Jahr 1511 erscheint mit "Der neue Layenspiegel" eine überarbeitete Version.


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